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Biographische Texte nach dem August 2009
I.
Abschied
38
Jahre im Schuldienst an der Bismarckschule Hannover
II.
so what?
Auseinandersetzung mit dem Alter
in literarischen Zitaten
III.
Zum Beginn des Schulneubaus
Eine Leserbriefkontroverse
so what?
Eine Straßenkreuzung. Zwei
Fahrzeuge rasen aufeinander zu. Wenn sie aufeinander treffen
verursacht der Unfall nicht vorauszusehende Schäden, Leid, Tod? auf
jeden Fall das Ende der Fahrt. – Wenn zwei Gedanken aufeinander
treffen...? Wäre hier nicht ein Teilchenbeschleuniger ein besseres
Bild? Mit unvorstellbarer Geschwindigkeit werden hier kontrollierte
physikalische „Unfälle“ provoziert, in der Hoffnung, die Materie
besser erkennen zu können – oder um Neues zu erzeugen, das von dem
Aufprallort hinweggeschleudert wird... Wie kann eine solche Werkstatt
von Gedankenbeschleunigern aussehen? Die eigenen Gedanken sind meist
selbst dann wenn sie wirr sind doch vorhersehbar gleichgerichtet; nur
selten prallen sie, Neues schaffend, aufeinander. In einer
gesellschaftlich domestizierten Kommunikation versuchen rationale
Diskurse solchen Aufeinanderprall zu generieren, meist mit eher drögen
und wenig überraschenden Ergebnissen. Viel überraschender ist das
spontane Kaleidoskop von gerade gelesenen oder plötzlich wieder
assoziierten gedanklichen Fundstücken aus Literatur und Kunst – nicht,
um hier fremde Gedanken wiederzugeben oder rational einzuordnen,
sondern um sie als Funken sprühende neue Gedanken in die eigenen
Gedankenkontexte einzubauen, diesen entweder unvermutete Dimensionen
oder Tiefen zu erschließen oder den Leser zu Perspektiven in
Metaebenen zu verleitend, wohl wissend, dass (gute) Literatur selbst
schon eine Metaebene der Realität darstellt.
Perspektivismus
ist ein anderes Wort für
seine Statik:
Linien anlegen,
sie weiterführen nach
Rankengesetz –
Ranken sprühen –,
auch Schwärme, Krähen,
auswerfen in Winterrot von
Frühhimmeln,
dann sinken lassen –
du weißt – für wen.
Hier an ein
Gedicht von Nietzsche zu denken, in dem die Krähen schwirren Flugs...
Die Perspektiven aus meinem „Teilchenbeschleuniger“ verwinden sich zu
einem Kaleidoskop von Zitaten, Erinnerungen, spontanen Einfällen und …
Wünschen, dieses mitzuteilen – „bald wird es schneien, wohl dem, der
jetzt – noch Heimat hat.“ – So wie aus der Commerzbank die Merzkunst
und schließlich der Merzbau wurde, so wird aus dem Zitat die
Zitadelle, von der ich meine persönliche Wahrheit zu beherrschen
suche.
Die
Zitatencollage im Folgenden ist kein plagiieren fremder Gedanken,
sondern die Hommage an fremde Gedanken und Ausdrucksformen, die
längst einen sicheren Platz in meiner eigenen Realität gefunden haben
und den Leser auffordern, neben meinen Gedanken eigene Metaebenen der
Realität zu finden... Es beginnt mit einem ungewöhnlich langen Zitat,
das meine Freunde sicher auch im hiesigen Kontext entschlüsseln
können. Aber Achtung: Die Mord- beziehungsweise Selbstmordüberlegungen
von Frau Rosemarie Wunderlich Hermansson sind nicht der persönliche
Berührungspunkt; aber wer hier eine Metaebene einzieht...
»Doch als sie ihren Rücken
streckte und die vertrauten Morgenschmerzen zwischen dem dritten und
vierten Lendenwirbel spürte, kamen auch die Alltagsgedanken
angeschlichen. Ein sicherer, wenn auch ziemlich langweiliger Balsam
für die Seele. Sie empfing sie mit einer Art träger Dankbarkeit,
schob die Hände in die Achseln und schlurfte ins Badezimmer. Man ist
so schutzlos morgens, dachte sie. So nackt und bloß. Eine
dreiundsechzigjährige Handarbeitslehrerin ermordet nicht ihren Mann,
das ist vollkommen ausgeschlossen.
Sie war zwar außerdem auch noch
Deutschlehrerin, aber das änderte die Tatsachen nicht nennenswert.
Ließ sie in keiner Weise akzeptabler erscheinen. Was um alles in der
Welt sollte es in dieser Frage für einen Unterschied machen, wenn
sie Handarbeiten und Deutsch unterrichtete?
Das hieß dann wohl, der eigenen
Wanderung im Jammertal ein Ende zu setzen, dachte Rosemarie
Wunderlich Hermansson. Machte Licht, betrachtete ihr breites,
glattes Gesicht im Spiegel und stellte fest, dass jemand ein Lächeln
daraufgeklebt hatte.
Warum lächle ich?, fragte sie
sich. Es gibt doch weiß Gott keinen Grund zum Lächeln. Mir ist es noch
nie schlechter in meinem ganzen Leben gegangen, und in einer halben
Stunde wacht Karl-Erik auf. Was hatte der Schulleiter gesagt? Das
tief klingende Erz, das ... das was? ... das dem
heranwachsenden Geschlecht den moralischen und wissenschaftlichen
Resonanzboden verleiht? Wo zum Teufel hatte er das her? Dieses
Gefasel. Jahrgang für Jahrgang, Generation für Generation, vierzig
Jahre lang. Eine pädagogische Fichte.
Ja, Fläskbergson hatte Karl-Erik
tatsächlich als pädagogische Fichte bezeichnet. Konnte darin ein
Funken Ironie verborgen sein?
Vermutlich nicht, dachte
Rosemarie Wunderlich Hermansson und pflügte mit ihrer elektrischen
Zahnbürste tief in die rechte Wange hinein. Vera Ragnebjörk, ihre
einzige Kollegin in Sachen Deutsch, das in der Kymlinge-Schule am
Aussterben war, pflegte zu behaupten, dass Fläskbergson die ironische
Dimension ganz und gar fehle. Weshalb man mit ihm nicht wie mit einem
normalen Menschen sprechen konnte, und vermutlich war es diesem
einzigartigen Mangel zu verdanken, dass er auch nach mehr als dreißig
Jahren immer noch auf seinem Posten als Schulleiter saß.
Fläskbergson war nur ein Jahr
jünger als Karl-Erik, aber gut und gern vierzig Kilo schwerer, und bis
zu dem traurigen Tag vor fast acht Jahren, als seine Ehefrau Berit
umgekommen war, nachdem sie in Kitzbühel aus einem Skilift gefallen
war und sich das Genick gebrochen hatte, hatten sie miteinander
verkehrt. Zu viert. Zu Bridgeabenden oder so. Eine Theaterreise nach
Stockholm. Eine Katastrophenwoche auf Kreta. Rosemarie überlegte,
dass sie Berit ein wenig vermisste, nicht jedoch Fläskbergson. Den
Umgang mit ihm sozusagen.
Warum stehe ich eigentlich hier
und verschwende meine kostbaren Morgenminuten damit, an diese
eindimensionale Null zu denken?, fragte sie sich schließlich. Warum
sehe ich nicht lieber zu, in aller Ruhe meine Morgenzeitung zu lesen?
Offenbar bin ich dabei, die Kontrolle zu verlieren.
Aber auch bei Kaffee und Zeitung
stellten sich keine besseren Gedanken ein. Es gab keine Lichtblicke.
Als sie den Blick hob und auf die Küchenuhr schaute - ein Impulskauf
bei IKEA für 49,50, vor langer Zeit, im Herbst 1979 und vermutlich
unverwüstlich - zeigte diese zwanzig Minuten nach sechs, es würde
noch mindestens siebzehn Stunden dauern, bis ihr die Gnade zuteil
werden würde, wieder in ihr Bett kriechen zu dürfen und einen weiteren
düsteren Tag mit seinen Ereignissen hinter sich zu legen. Und zu
schlafen, nur zu schlafen.
Heute war Sonntag. Es war ihr
zweiter Tag als glückliche Pensionärin, die letzte bedeutungsvolle
Veränderung im Leben, bevor der Tod eintrat, wie eine freundliche
Seele bemerkt hatte, und sie sagte sich, dass sie, hätte sie nur einen
Zugang zu einer Waffe gehabt, bereits beim Aufwachen, als sie daran
erstmals gedacht hatte, von ihr Gebrauch gemacht hätte. Sich eine
Kugel in den Kopf geschossen, bevor Karl-Erik in seinem gestreiften
Pyjama in die Küche gekommen wäre, bevor er sich gestreckt und erklärt
hätte, er habe geschlafen wie ein Kind. Wenn diese
Nahtod-Schilderungen stimmten, die sie gelesen hatte, hätte es
anschließend interessant sein können, unter der Decke zu schweben und
sein Mienenspiel zu betrachten, wenn er sie fände, über dem Tisch
zusammengebrochen, den Kopf in einer großen, warmen Blutlache liegend.
Aber so etwas tut man nicht.
Schon gar nicht, wenn man keine gute Waffe hat und auch ein wenig an
die Kinder denken muss. Sie trank einen Schluck Kaffee, verbrannte
sich dabei die Zungen spitze und schaltete wieder ihr Alltagsgehirn
ein. Was stand an diesem zweiten Tag nach einem langen Arbeitsleben
auf dem Programm?«
Hannover-Vorhersage:
Es bleibt wechselhaft mit Regenschauern, gelegentlich kann es
gewittern. Temperaturen bis 17 Grad. Der Westwind weht mäßig bis
frisch und böig. Nachts um 12 Grad
Niedersachsen-Vorhersage:
Heute setzt sich das kühle Wetter mit Schauern fort. Nur örtlich gibt
es freundlichere Abschnitte. Temperaturen von 16 bis 18 Grad. In der
Nacht klart es zeitweise auf.
NP 5. September 2009, S. 28.
Ja, so sieht es aus. Vorhersagen
oder Rückblicke? Ja, so ähnlich war der 6. September, soweit er bis
jetzt verlaufen ist.
Vor allem: Die Perspektiven
ändern sich. Es ist nicht leicht, auf Teilhabe verzichten zu müssen
und entfernter Beobachter zu sein. Wie schon Mick Jaegger, Keith
Richard, Andrew Oldham ("Rolling Stones", 1964) sangen:
It is the evening of the day,
I sit and watch the children
play.
Doing things I used to do
They think are new,
I sit and watch as tears go
by.
Sich einfach durch sinnlosen
Aktivismus zu betäuben, ist auch nicht nützlich. Aber sind nicht doch
noch Rechnungen offen in der eigenen Bilanz, die den Graben zwischen
Vorher und Nachher überbrücken: Fortzuführendes, Abzuschließendes, zu
Verbesserndes? Ich meine nun gar nicht die großen Pläne, in die noch
so viel Zeit und Lebensenergie zu stecken wäre, sondern das, was
vorher geplant und jetzt weiter zu führen ist. Und das was deutlich
macht: Ziele und Träume haben sich doch nicht verändert. So ist ein
weiteres altes Lied von Gene Rakin, 1968, zu erinnern:
Just tonight I stood before
the tavern,
Nothing seemed the way it
used to be.
In the glass I saw a strange
reflection,
Was that lonely fellow really
me?
Those were the days, my
friend,
We thought they'd never end,
We'd sing and dance forever
and a day,
We'd live the life we choose,
We'd fight and never lose,
For we were young an sure to
have our way.
Through the door there came a
familiar laughter,
I saw your face and heard you
call my name,
Oh, my friend, we're older
but no wiser,
For in our hearts the dreams
are still the same.
Gottfried Benn schrieb einen
nachdenkenswerten Essay über „Altern als Problem für Künstler“. Doch
die Abgehobenheit und Besonderheit des Künstlertums, die mit seinen
Vorstellungen von dem Selbstzweck der Kunst, vor allem des Wortes
einhergeht – seine bissigen Bemerkungen über die Kunst als
Therapeutikum legen Zeugnis davon ab, obwohl gerade bezogen auf die
Musik diese Haltung in seinem Werk erhebliche Ambivalenzen aufweist –
und auf das alttestamentarische Diktum „Am Anfang war das Wort“ – der
mittelalterliche Nominalismus der sofort weitere literarische Bezüge
hervorbeschwört, so den „Namen der Rose“ von Umberto Eco –,
konstruieren auch eine Abgehobenheit, die weitere berufsspezifische
Essays provozieren könnte, so die Reflexion über das Altern als
Problem für Lehrer und Lehrerinnen. Auch damit es dann nicht eventuell
heißt:
»Du kannst es nicht lassen.«
»Ich langweile mich«, sagte
Marian. »Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich mich langweile.
Jetzt bin ich schon fast zehn Jahre im Ruhestand, und ich kann dir
sagen, jeder Tag in dieser Hölle ist wie eine ganze Ewigkeit. Wie
tausend Jahre jeder einzelne Tag.«
»Da wird doch einiges für
Senioren gemacht«, sagte Erlendur. »Wie wär' s mit Bingo?«
»Bingo«, schnaubte Marian.
Ich greife gerne auf
literarische Texte unterschiedlichster Art und Herkunft zurück, um mir
selbst gedankliche Erweiterungen zu schaffen. Dabei geht es auch um
das Konzept der Individualisierung und des Individualismus, dessen
Ambivalenz, wenn nicht Dialektik strukturell im Konzept des
Unterrichtens aufscheint. Soeben lese ich eine für mich sehr
interessante Aussage des Lyrikers – er bevorzugt statt Lyrik den
Begriff Dichtung – Gerhard Falkners in einem Interview mit Martina
Sulner in der Hannoversche Allgemeine Zeitung:
Dichtung dient der
„Individualitätssicherung“, sagen Sie. Warum stößt sie in unserer
hoch individualisierten Gesellschaft dennoch auf so wenig öffentliche
Resonanz?
Das liegt daran, dass wir uns
nicht aussuchen können, was wir wollen, sondern ausgesucht werden von
dem, was uns will. Unsere eigentliche Rolle im Leben ist schließlich
nicht mehr die des Menschen, sondern die des Kunden. Wir sind nicht
mehr Adressant, sondern Adressat. Unsere hoch individualisierte
Gesellschaft lasse ich aus diesen Gründen mal dahingestellt, denn die
ist sicher eher das Delirium in der Folge der gegenwärtigen,
fieberhaften Entsubjektivierung des Menschen. Die „öffentliche
Resonanz“ ist der umkämpfteste Raum, den es gibt. Sie ist die einzige
und unschlagbare Supermacht. Zu ihr verhält sich das Gedicht nicht wie
die Mücke zum Elefanten, nicht wie das Sandkorn im Getriebe, sondern
wie das blanke Nichts zum universellen Allerlei.
Was fehlt nun wirklich?
Unterrichten als Tätigkeit und Sinnproduktion ist nur noch
nostalgische Reminiszenz. Vage Hoffnung einer Wiederaufnahme und
Weiterentwicklung in Seminaren, Vorträgen oder Erwachsenenbildung?
Sicher aber nicht mehr in den marode gewordenen Strukturen der
traditionellen Schule. Schülerinnen und Schüler sind zu vermissen, sie
haben Herausforderungen, Anregungen und Kommunikation provoziert, die
zur eigenen Weiterentwicklung führten. Doch auch hier scheint das
Diktum von Falkner dominant zu sein: „Wir sind nicht mehr Adressant,
sondern Adressat.“ – Unterrichtsvorbereitung, formale Pflichten,
Klausuren, Zensuren Zeugnisse... das war das, was ich immer gehasst
habe und was mir in der Erinnerung den Ruhestand wieder erträglicher
werden lässt!
»Doppelstunde mit der
naturwissenschaftlichen Unterprima. Die Sache beunruhigte mich nicht
besonders. Eine reife, homogene Klasse, da würde keiner gleich ins
Sekretariat rennen... Während ich darauf wartete, dass der Zug
vorbeifahren würde, ging ich die ersten Minuten der Stunde durch. Das
war eine Regel, die ich Laufe der Jahre gelernt hatte – zu
unterrichten ist ungefähr wie Schach spielen. Plane nie mehr als zwei,
drei Züge, der Rest ist sowieso unübersehbar.«
Daneben das Ende bestimmter
Hierarchien und bürokratischer wie verrechtlichter Rahmenstrukturen –
das könne Anlass zur Fortführung von Diskursen über notwendige
Änderungen in unserem Bildungssystem sein, das eben selbst
diskursorientiert, freier und situativ flexibler werden müsste – in
Umkehrung des pädagogisch-bildungspolitischen Paradigmenwechsels, den
wir beobachten und für den unsere Kultuspolitik ebenso steht wie
zumindest teilweise meine ehemalige eigene Schule.
In diesen Bereichen möchte ich
dann auch gerne weiter arbeiten – in Diskursen, im Gespräch und
publizistisch. Ich habe den Übergang in den Ruhestand zunächst einmal
genutzt, um in diesem Bereich drei thematisch-didaktische
Internet-Domaines zu konzipieren und im Web zugänglich zu machen in
der Hoffnung, über meinen alten engen Bekanntenkreis hinaus Resonanz,
Gesprächsstoff und eventuell Mitarbeiter zu finden, da ich gerne neue,
interessante Beiträge aufnehmen möchte. Damit könnten, wenn alles gut
geht, diesen Web-Sites auch Plattformen für innovative Entwicklungen
im Bereich zwischen gesellschaftswissenschaftlicher Wissenschaft und
Fachdidaktik werden, auch wenn zunächst als „Eröffnungsbilanz“ ältere
und schon publizierte Aufsätze noch einmal nachzulesen sind:
http://www.iran-didaktik.de – http://www.polen-didaktik.de –
http://www.tuerkei-didaktik.de
Ich träume für den Abschluss
meiner fachlichen Aktivitäten von einem kleiner interessierten
„Netzwerk“ von Kolleginnen und Kollegen auch aus dem universitären
Bereich und natürlich nicht begrenzt auf Deutschland. Dazu soll auch
der Kontakt über „facebook“ und andere Netzwerke dienen, die ich
während meiner aktiven Zeit aus Gründen der Diskretion noch nicht
genutzt hatte, die aber jetzt im Ruhestand durchaus eine sinnvolle
Funktion erfüllen können.
Man sieht mich daher in letzter
Zeit trotz einiger gesundheitlicher Einschränkungen vor allem bei der
Arbeit am PC und bei der Suche nach neuen Fachautoren und aktuellen
und interessanten neuen Publikationen – Hinweise darauf sind mir mehr
als nur lieb!
Bei dieser Gelegenheit möchte
ich voller Dankbarkeit mich an mein ehemaliges Kollegium wenden und
hier vor allem an jene, die die Idee dazu hatten, mir zwei
„maßgeschneiderte“ Bücher zuzueigenen, die ich noch nicht kannte und
die ich intensiv durchgearbeitet habe – wobei ich die Nennung der
Titel unbedingt als Leseempfehlung verstehen will: Almásy, Ladislaus
(Lazlo) E., 1997: Schwimmer in der Wüste. Auf der Suche nach der Oase
Zarzura. Neuauflage des Werks Unbekannte Sahara von 1939. Mit einem
Vorwort von Raoul Schrott und Michael Farin, ergänzenden Kapiteln der
ungarischen Ausgabe von 1934 sowie einem Geheimdokument über Almásys
Operation Salam von 1942. 2., verbesserte und ergänzte Auflage.
Innsbruck (Haymon Verlag). – Und: Trojanow, Ilija, 2006: Der
Weltensammler. Roman. München/Wien (Carl Hanser Verlag). – Über das
Leben von Richard Francis Burton, 1821-1890.
Ich beabsichtige, wenn es
möglich ist, mit Trojanow in Korrespondenz zu treten, da ich einige
wichtige Fragen gerne zur Sprache bringen möchte, die zum Beispiel
auch in einem Zeitungsinterview mit ihm angesprochen wurden.
Ob ich auch versuche, mit Raoul
Schrott ins Gespräch zu kommen, weiß ich noch nicht. Einerseits hat er
selbst die Reisen von Ladislaus Almásy in der Sahara „nachgereist“ und
darüber einen Bericht geschrieben, doch konzentriert sich das
Gespräch mit und über ihn heute vornehmlich auf seine historischen
Troja/Homer-Thesen, die er nach der gerühmten Neuübersetzung der
„Ilias“ entwickelt hat. Ob ihn jetzt Zarzura noch interessiert, weiß
ich nicht.
Gerhard Voigt
Ronnenberg, im Oktober 2009

1967!
Anmerkungen:
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