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...und dann noch ein wenig Unsinn...

was passiert durch ein striktes Rauchverbot?

übrigens: der Verfasser ist Nichtraucher!

Das traurige Schicksal von Marlboro-Man 

Marlboro-County (früher Marlborough) ist Nichtraucher-Land geworden. Seit sein Arbeitgeber Rauchen am Arbeitsplatz verboten hat, ist Marlboro-Man depressiv. Er flieht aus Marlboro-County und reitet in den Sonnenuntergang von Arizona…

Tage vergehen, Wochen vergehen, der Körper dörrt aus, die Lunge lechtst nach Tabak-Qualm, Hoffnung, Glaube und Moral gehen verloren…

Da trifft er auf jemanden, vom Schicksal noch härter geschlagen. Vor den noch qualmenden Ruinen einer abgefackelten Farm hockt am Wegesrand ein weinendes Mädchen, völlig aufgelöst im Schmerz. „Hallo“, sagt Marlboro-Man, „was ist mit Dir passiert?“ – „Ach, oh, … heute morgen kamen Indianer und töteten meine Eltern, … oh … mittags kommen Räuber und rauben das Haus aus, treiben das Vieh weg und zünden alles an … oh …? – „Ja, ja …“ murmelt Marlboro-Man, „das ist wohl heute nicht dein Tag, Mädchen ---“ und knöpft langsam seine Hose auf …

Marlboro-Man, was ist aus dir geworden …

Für Marlboro-Man ist kein Platz mehr in Arizona, auch in New Mexiko wird er als Vagabund und notorischer Raucher vertrieben, welche Chance hat er in Texas? Texas-Man steht an der Bar, ohne Zigarette, ohne Rauch – ein Hut mit einer Krempe, auf der sich die Engel aller erschossenen Feinde gütlich tun konnten… Texas-Man schildert sein Land in den leuchtendsten Farben. „Texas ist groß, groß, groß, groß … sogar Zwerge sind mindestens zwei Meter groß … Hier findet jeder seinen Platz, sein Land. Ich habe eine kleine Ranch mit Weideland, wenn ich morgens in meinen Jeep steige, um einmal um mein Land zu fahren und um nach dem Rechten zu sehen, komme ich nach einer Woche erst wieder zurück…“ – Doch das imponiert Marlboro-Man nicht allzu sehr: „Ja, Boy, so einen Wagen hatte ich auch einmal … da verlasse ich mich doch lieber auf meinen Gaul.“ – „Gut gesagt –“ hier mischt sich ein alter Ranger ein, der sichtlich viel in der Welt herum gekommen ist und die Grenzen von Texas auch von Außen gesehen hat „– viel größer als Texas ist Alaska. Da leben die wirklich harten Boys, da wir gequalmt und gesoffen, wie es früher in Marlboro-County üblich war. Dort wirst du ein echter Alaska-Man!“

Marlboro-Man will nun Alaska-Man werden, das wird die Wende in seinem verpfuschten Leben, seine letzte Chance, wieder ein echter Mann zu werden.

Er wendet seinen Gaul nach Norden und nach endlosen Ritten durch Gebirge und Wälder kommt er endlich nach Alaska. Tief in einem Tal im Angesicht dunkler Wälder, hoher Berge und glitzernder Gletscher liegt eine kleine Siedlung, die eigentlich nur aus einer Blockhütte mit der Kneipe besteht – der Name „Saloon“ ist wohl schon übertrieben –. Marlboro-Man tritt ein – hier ist er zuhause, Lärm, Whisky-Dämpfe, Qualm, Zigarren und Zigarettenqualm – für die ausgedörrte Lunge von Marlboro-Man eine Erlösung: so muss Luft schmecken!

„Hallo, ich bin Marlboro-Man – ich will Alaska-Man werden! Was muss ich tun?“

Großes Gelächter, der Whisky kommt von ganz alleine und dann flüstert ihm der älteste Holzfäller zu: „Yes, Marlboro-Man, eigentlich dürfte ich das einem Greenhorn wie dir noch gar nicht verraten, aber du willst wohl wirklich Alaska-Man werden –“ „Yeah, wirklich, nur diesen einen Wunsch habe ich –“ „ja dann: erst musst du zwei Liter Whisky auf ex trinken!“ „nichts leichter als das…“ „dann einen Eisbären erlegen“ „Schießen kann ich gut“ „ und schließlich mit einem Eskimo-Mädchen tanzen“.

„O.K. Los geht’s.“ Marlboro-Man schultert seinen neuen Bärentöter.

Eine Woche blieb Marlboro-Man in der Wildnis. Eines Abends, im „Saloon“ startete gerade ein heißer Eskimo-Mädchen-Strip und Whisky floss in Strömen, öffnet sich die Tür und Marlboro-Man torkelt herein, glasige Augen, abgerissener Mantel, blutige Striemen im Gesicht und an Armen und Beinen…

„O.K. Ich werde Alaska-Man. Zwei Liter Whisky auf ex, kein Problem; aber wo ist der Bär? Fünf Tage suche ich den Bär. Jeden Morgen zwei Liter Whisky auf ex, jeden Abend zwei Liter Whisky auf ex; und da war er dann; stand vor mir, richtete sich auf, brummte und wollte gar nicht tanzen. Aber ich sagte: Hallo, Bär, ich werde Alaska-Man, ich muss mit dir tanzen; und ich packte ihn an den Armen, drehte ihn herum wie eine Marlboro, und tanzte zehn Minuten mit ihm, bis er genug hat und weg läuft; so – jetzt bin ich hier – O.K.? Hier ist mein Gewehr, hallo, ist schon alles vorbereitet, ist das jetzt das Eskimo-Mädchen, das ich erschießen soll? …“

28. Mai 2007

aber was sagen die Multitalente dazu? Hier wären noch politisch-historisch-philosophische Reflexionen angebracht...

Aber wichtig ist auch, zu wissen, wo der Deutsche Ararat, der Ronnenberg, liegt - mit seinen Chinyetis ... !

   
   

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Bearbeitungsstand:28.05.2007

Letzte Bearbeitung: 12.10.2011

   
   

 

     
   

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