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Dokument Information

   
   

 

     
   

Lothar Nettelmann / Gerhard Voigt:

 

Voraussetzungen und Abläufe des Zivilisationsprozesses in Mitteleuropa
(Schema nach Norbert Elias)

 

frühes

hohes

spätes

 

 

 

 

Mittelalter

Neuzeit

ab 800

ca. 1000

ca. 1200

ca. 1500

ca. 1700

 

 1800

1900

überschichtete Kriegergesellschaft

fränkische Grafschaftsordnung

dezentrale Machtzentren, Feudalismus

Dualismus Stadt/Hof – Land

Verhöflichung und Verbürgerlichung

moderner Nationalstaat 

 

Zunehmende Bevölkerungsdichte ––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––>

materielle Prozesse:

Subsistenzwirtschaft

––––––––––––> Geldwirtschaft / Monetarisierung / Kapitalbildung

Landwirtschaft –––––>

Handel –– Handwerk –– Manufakturen –––––> Industrialisierung

 

örtliche Organisation –

‑‑‑‑> Regionalisierung / Nationbildung ––––––> Globalisierung

soziale
Prozesse:

Erhöhung der sozialen Gefährdung durch Gewalt ––––––––> Pazifizierungsnotwendigkeit

 

Notwendigkeit erhöhter sozialer Kommunikation ––––> Rationalität

   

Arbeitsteilung ––––––––––> horizontale/vertikale Differenzierung

 

 

Aufstieg des Bürgertums ( in den Städten )

 

 

Bildung des Industrieproletariats (19.Jh);

 

 

Notwendigkeit industrieller Arbeitsorganisation

Figurationen:

Feudalherrschaft

Herausbildung des Staates

 

Uneindeutigkeit der

Institutionalisierte und formalisierte Herrschaft

 

Machtbalancen

Zentralisierung und Homogenisierung

Zivilisations­prozesse:

Europa (allgemein):

ab dem 12. Jh. Reformationsimpulse: Franziskanische Reformen, Bettlerorden, Cluny, Ketzerbewegungen (Katarer, Albingenser, Bogumilen)

 

 

ab dem 13. Jahrhundert. Dualismus Mystik und Humanismus; Übergang zum Renaissancedenken in Italien und zur Reformation in Deutschland. Orientalische (islamische) Einflüsse (Musik, Epik; Neuplatonismus und Aristotelismus [Averroes])

 

 

Renaissancedenken (ab dem 14. Jh. in Italien: Neuplatonische Akademie, Dante, Pico della Mirandola, Medici / ab dem 15. Jh. in Frankreich) ‑> bis zum Ende des 16. Jh.

 

 

Reformation 15./16. Jh.

 

 

Aufklärung ab dem 17. Jh.; mündet in den
Rationalismus bis ins 19./20. Jh.

 

Frankreich:

Herausbildung der Zentralgewalt ab ca. 1500 (Hof in Paris); als Folge: Zentralstaatsbildung 16./17. Jh.

 

 

Konsolidierung des Staates (um 1700)

Soziogenese des Staates:

zunehmende Verfügung über die Machtquellen

(Homogenisierung und Zentralisierung)

physisches Gewaltmonopol (Polizei / Militär)

 

Steuermonopol (bedeutet für den Monarchen (Monopolisierung der Macht) daraus folgt die

Psychogenese der Gesellschaft:

affektive Distanzierungs-/Selbstdistanzierungsprozesse

(Entwicklung von Schamgefühl

und Peinlichkeitsgefühlen = »Hinter die Kulissen legen« körperlicher und intimer
Verrichtungen, Bedürfnisse und Affekte)

Affektbeherrschung wird von den Menschen erlernt

Intellektualisierungsprozesse im Bürgertum

weiterhin arme Landbevölkerung: Zivilisierungsprozess, »Durchsickerung nach unten«: Disziplinierung durch familiale Sozialisation, industrielle Arbeit, Schule und Militär

Beispiel der Verhaltensweisen der Oberschicht in Frankreich
(Adel und Bürgertum)

frühes

hohes

spätes

 

 

 

 

Mittelalter

Neuzeit

ab 800

ca. 1000

ca. 1200

ca. 1500

ca. 1700

 

 1800

1900

überschichtete Kriegergesell­schaft

fränkische Grafschafts­ordnung

dezentrale Machtzentren, Feudalismus

Dualismus Stadt/Hof – Land

Verhöflichung und Verbürgerlichung

moderner Nationalstaat 

Europa (allgemein):

 

ab dem 12. Jh. Reformationsdenken (Frühformen)

 

ab dem 13. Jahrhundert. Humanismus; Übergang zum Renaissancedenken in I.; zur Reformation in D.

 

Renaissancedenken (ab d. 14. Jh. in I.; / ab d. 15. Jh. in F.) bis zum Ende des 16. Jh.

 

Reformation 15./16. Jh.

 

Aufklärung ab dem 17. Jh.; mündet in den

Rationalismus bis ins 19./20. Jh.

 

Frankreich:

 

Herausbildung der Zentralgewalt ab ca. 1500 (Franz. I.); als Folge: Zentralstaatsbildung 16./17. Jh.

 

Konsolidierung des Staates ( um 1700)

 

Soziogenese des Staates:
zunehmende Verfügung über die Machtquellen

 

physische Gewalt (Polizei / Militär) und:

 

Steuermonopol (bedeutet für den Monarchen (Monopolisierung der Macht) daraus folgt die

 

Herausbildung des Staates

 

Psychogenese der Gesellschaft

 

Affektbeherrschung wird von den Menschen erlernt

 

Intellektualisierungsprozesse im Bürgertum

 

Aufstieg des Bürgertums ( in den Städten )

 

Bildung des Industrieproletariats (19.Jh);

 

weiterhin arme Landbevölkerung: Zivilisierungsprozess: Disziplinierung durch familiale Sozialisation, industrielle Arbeit, Schule und Militär

                                       

 

Dokument Information:

Schema zu Norbert Elias' Zivilisationstheorie für den Unterrichtsgebrauch im Werte-und-Nornmen-Unterricht der Sekundarstufe II von Lothar Nettelmann und Gerhard Voigt [SCHULE/WUN/HCZEIT3.DOC / ZIV-GE01.DOC]

Textfassung:23.02.08
Internetpublikation und Revision: 15.10.2011
Herausgegeben für den Verband der Politiklehrer e.V., Hannover
Vorsitzender: Gerhard Voigt OStR i.R. (seit 2009). Potsdamer Str. 20, 30952 Ronnenberg / Region Hannover
Alle Rechte vorbehalten.

 

 

   
   

Verantwortlich für diese Seite

Gerhard Voigt, OStR i.R. - Kontakt vgl. Impressum

bismarckschule.voigt@gmx.de

Bearbeitungsstand: 23.02.2008.

Letzte Bearbeitung: 15.10.2011

   
   

 

     
   

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Web-Fassung: 31.01.2006 / rev. 13.05.2012- Verantwortlich: Gerhard Voigt <bismarckschule.voigt@gmx.de>
Texte aus der der Verbandszeitschrift »politik unterricht aktuell« unter www.pu-aktuell.de
Info über die Verbandstätigkeit unter: http://www.politiklehrerverband.org