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Eine nicht realisierte
Tagung
als Beispiel für interkulturelle
Projekte
Im November 2002 plante der UNESCO-Club Hannover in
Zusammenarbeit mit der Deutsch-Türkischen Vereinigung zum Sozial- und
Geisteswissenschaftlichen Austausch e.V., Universität Hannover Institut für Soziologie,
und dem Verband der Politiklehrer, Hannover, e.V., eine anspruchsvolle Tagung
über die Situation der Muslime und ihrem Verhältnis zu den westlichen Ländern.
Leider musste wegen zu
geringer Anmeldungszahl die schon angekündigte Veranstaltung
abgesagt werden. Auch die Finanzierung war nicht mehr sicher. Obwohl die
Veranstalter diese Tagung im Frühjahr/Sommer 2003 noch einmal
anzubieten geplant hatten, konnte sie bis heute, Sommer 2005, nicht
durchgeführt werden. Dazwischen lag dann noch die Insolvenz des Sonnenberges
und die Möglichkeiten der wieder belebten Tagungsstätte hatten ein erneutes
zentrales Angebot nicht mehr möglich gemacht. Doch waren die Überlegungen in
der Planung so interessant und anregend, dass der UNESCO-Club die Option einer
neuen Tagung mit diesem Konzept offen halten will und wird, wenn sich genügend
Interessenten finden. Interessenten
melden sich bitte beim Verband der Politiklehrer, bei der DTA oder beim
UNESCO-Club Hannover, um ggf. gezielt Einladungen zugeschickt zu
bekommen!
Die
Muslime und der Westen –
Werte als Wandlungskontinuen
Internationale
Sonnenberg-Tagung
in Kooperation mit der
Deutsch-Türkischen Vereinigung
zum sozial- und geisteswissenschaftlichen
Austausch e.V., Hannover

ursprünglich geplant 15.11. – 17.11.2002
Das Verhältnis zwischen muslimisch-arabischer und
westlich-abendländischer Welt wird vor dem Hintergrund der aktuellen Weltlage
als bedrohlicher Konflikt wahrgenommen.
Dagegen steht die
„Globalisierungsthese“ von der
Integration der „Einen Welt“. Während die historischen Sozialwissenschaften
die enge und kontinuierliche Verflechtung der Kulturkreise und den
Kulturkontakt betonen, orientiert sich die gesellschaftliche, kulturelle und
politische Wahrnehmung an Konfliktstereotypen, die teilweise als
self-fulfilling prophecies neue Konflikte generieren und Feindbilder
verstärken. Das jeweils „Fremde“ wird als Wahrnehmung konstituiert aus den wertbesetzten
eigenen Selbstbildern.
Die dadurch entstehenden „Teufelskreise“ der
Konfliktverschärfung können nur dann als politisch-gesellschaftliche
Handlungsanforderungen verstanden werden, wenn es gelingt, die jeweiligen
Fremdwahrnehmungen diskursiv aufeinander zu beziehen und die
Wertvorstellungen und Wertordnungen als historisch-gesellschaftliche Artefakte
zu verstehen, und möglichen und tatsächlichen Wertewandel in beiden
Kulturkreisen aus den historischen Kontinuitäten heraus zu konstituieren.
Das Thema
„Menschenrechte“ ist ein exemplarisches Beispiel für die Struktur des
Konfliktes. Jede Seite wirft der anderen vor, Menschenrechte als kulturelle
Waffe im Interesse eigener Machtansprüche zu missbrauchen. Diese Konfrontation
muss aufgelöst werden, indem diskursiv erfahrbar gemacht wird, dass das
unterschiedliche Menschenrechtsverständnis auf historische Erfahrungen und
wertbesetzte Geschichtswahrnehmungen zurückzuführen ist.
Geplantes Programm
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Freitag
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ab 14.30 Uhr
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Anreise der Teilnehmer und Teilnehmerinnen
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16.45 Uhr
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Abfahrt des Sonderbusses ab Bad Harzburg
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17.45 Uhr
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Gemeinsames Abendessen
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19.00-22.00 Uhr
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Eröffnungsveranstaltung: Organisatorisches; gegenseitigem
Kennenlernen; erste Gedanken zur Tagung
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Samstag
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9.15-11.15 Uhr
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Die gegenseitigem „Wir“ und „Sie“-Bilder aus europäischer
und morgenländisch-islamischer Sicht am Beispiel des Osmanischen Reiches
Prof. Dr. Fikret
Adanir, Sabancı Universität, Istanbul
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11.30-12.30 Uhr
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Diskussion in Arbeitsgruppen: Selbstwahrnehmung und
Fremdwahrnehmung
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15.30-17.30 Uhr
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Menschenrechte in der islamischen Welt
M. Salim Abdullah, Zentralinstitut Islam-Archiv
Deutschland, Soest
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19.30-21.30 Uhr
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Genese der Menschenrechte in Europa
OStR Gerhard Voigt, Vorsitzender des Verbandes der
Politiklehrenden und Vorstandsmitglied der DTA
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Sonntag
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9.15-11.15 Uhr
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Die Frau in der islamischen Welt
Prof. Dr. Elçin
Kürşat, Institut für Soziologie, Universität Hannover
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11.30.-12.30 Uhr
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Abschlussdiskussion im Plenum
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12.30 Uhr
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Gemeinsames Mittagessen und Abreise der
Teilnehmer(-innen)
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Veranstaltungsort
Internationales Haus Sonnenberg
Sonnenberg-Kreis e.V.
Tagungsleitung
Prof. Dr. Elçin Kürşat,
Hannover
Beate Schäfer, Sonnenberg
Prof. Dr.
Elçin Kürşat-Ahlers lehrt an der Universität Hannover Sozialwissenschaften.
Sie ist Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Vereinigung zum Sozial- und
Geisteswissenschaftlichen Austausch e.V..
Beate
Schäfer ist im Fachbereich ‚Erwachsenenbildung‘ pädagogische Mitarbeiterin
beim Internationalen Arbeitskreis Sonnenberg.
Weitere Informationen
auch bei der
Deutsch-Türkischen Vereinigung zum Sozial- und
Geisteswissenschaftlichen Austausch e.V.
gegründet am
Soziologischen Institut der Universität Hannover.
Vorsitzender (bis 2004): OStR Gerhard Voigt,
bismarckschule.voigt@gmx.de
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