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Türkei ’85 – Eine Studienfahrt mit Schülern der Bismarckschule Hannover
Teil 1: Vorwort und Inhaltsverzeichnis

> Inhaltsverzeichnis

Dieser Reisebericht wurde abgefaßt und herausgegeben von Gerhard Voigt unter Mitwirkung der Teilnehmer der Studienfahrt in die Türkei vom 25.10. bis 10.11.85

Die schriftlichen Beiträge der übrigen Teilnehmer sind beim Text selbst als Autorenbeiträge gekennzeichnet.

Die Studienfahrt der Bismarckschule Hannover fand statt im „Arbeitsschwerpunkt Türkei“ im Rahmen der Programmatik einer UNESCO‑Modellschule.

Vorwort

Ende Oktober 1985 wurde von der Bismarckschule Hannover eine erste Studienfahrt in die Türkei durchgeführt. Diese Studienfahrt trug einen ganz besonderen Charakter dadurch, daß sie nicht als Unterrichtsveranstaltung eines Leistungskurses in einem fachlich de­finierten Zusammenhang durchgeführt wurde, sondern von einer speziell für den neuen Arbeitsschwerpunkt gegründeten Türkei‑Arbeitsgemeinschaft von der Gesamtkonferenz mit einem Erkundungsauftrag versehen wurde, der durch vorbereitende Aktivitäten wie durch die Fahrt selbst erfüllt werden sollte. Vierzehn Schülerinnen und Schüler der 12. und 13. Klasse und die Lehrer Hans Gütte, Ulrike Schulz und Gerhard Voigt übernahmen diesen Auftrag.

Die Bismarckschule Hannover versteht sich als UNESCO‑Modellschule und hat sich der Arbeitsgemeinschaft dieser UNESCO‑Schulen in Deutschland schon Anfang der sechziger Jahre angeschlossen. Dieser Akt ist eine Selbstverpflichtung, den Geist der UNESCO sowohl in Unterrichtsveranstaltungen wie in außerunterrichtlichen Projekten und Aktivi­täten wirksam werden zu lassen und dem Schüler nahe zu bringen. Geist der UNESCO, das heißt für uns: Eine weltoffene Schule, lebendig, nicht erstarrt in Routine und fach­licher Verengung. UNESCO‑Geist, das heißt auch: Völkerverständigung, Kontakte über die Grenzen hinweg, Abbau verengender Nationalismen, Abbau von trennenden Vorurteilen und ein sensiblerer Umgang mit dem Mitmenschen. UNESCO‑Geist bedeutet aber auch, mehr zu tun als nur das, was verlangt wird, eigene Phantasie zu entwickeln und bereit sein zur ständigen Erneuerung des eigenen Engagements. Der Schule einen neuen Sinn geben.

Auf ihrem Weg als UNESCO‑Modellschule hat die Bismarckschule viele Stationen hinter sich gebracht. Zufrieden sind wir damit noch nicht. In den letzten Jahren wurden vor allem Schülerkontakt‑ und –austauschprogramme gefördert. Eine feste Freundschaft verbin­det uns mit der Schule in Livonia in den USA, mit der seit Jahren ein Schüleraustausch durchgeführt wird. Unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen versuchen wir auch den Kontakt mit dem V. Lyceum in Posen aufrecht zu erhalten. Die Verhärtungen im deutsch‑polnischen Verhältnis verlangen immer neue Anläufe, um die Beziehungen auf der menschlichen Ebene herzustellen und zu sichern. Wir hoffen, mit diesen Kontakten nach West und Ost ein klein wenig praktische Friedenspolitik zu leisten.

Doch fehlt im Weltmaßstab, dem sich die UNESCO verpflichtet fühlt, eine weitere Di­mension, die ungleich schwerere praktische Probleme aufwirft: Der Blick über Europa und die westliche Industriewelt hinaus in die Region der Armen, in die „Dritte Welt“. Nur vorsichtig können wir uns in die Probleme dieser Länder einleben, ohne in den Verdacht neokolonialer Einmischung zu geraten. Unbefangenheit ist hier noch schwerer als in den Beziehungen zu Polen. Daher wollen wir zunächst einmal Kontakte zu einem Land aufnehmen, das zwar einerseits als Brücke zur Dritten Welt und auch zur islami­schen Kultur dienen kann, andererseits aber in vielfacher Weise noch mit der deutschen Geschichte und Gegenwart verbunden ist: der Türkei.

In der Erkenntnis, daß die Türkei ungeachtet aller inneren politischen und sozialen Probleme zu einem wichtigen Partner Deutschlands und Mitteleuropas geworden ist – der bevorstehende EG‑Beitritt bestätigt das ebenso wie die Verbindung durch Arbeitsmigrati­on und Tourismus – und in der Beobachtung vielfältiger Vorurteile und Ressentiments in der deutschen Bevölkerung, die es zu bekämpfen gilt, ist es unser Ziel, durch dauer­hafte Kontakte und Partnerschaften zumindest im Rahmen der Schulöffentlichkeit auf­klärerisch und emotional entspannend zu wirken.

Konkret sollte während dieser ersten Studienfahrt in die Türkei erkundet werden,

  • ob trotz organisatorischer Probleme Studienfahrten und Informationsreisen in dieses Land risikolos durchgeführt werden können,

  • ob sich in der Türkei Informationsmöglichkeiten und Gesprächskontakte in unserem Sinne herstellen lassen,

  • ob dauerhafte Kontakte zu unterschiedlichen Kreisen in der Türkei hergestellt werden können, auf die bei späteren Reisen zurückgegriffen werden kann, und

  • ob schließlich eine konkrete Schulpartnerschaft, ggf. mit Schüleraustauschangeboten mit einer Schule in der Türkei einzuleiten ist.

Das Résumé vorweg: Alle Fragen konnten in hohem Maße und mehr als erwartet positiv beantwortet werden.

 Kartenskizze unserer Reiseroute

>Weiter im Reisebericht...

Teilnehmerverzeichnis

Betting, Magnus

Buck, Jens

Dempewolf, Martin

Dietrich, Holger

Fischer, Celia

Gütte, Hans‑Albrecht – Musiklehrer an der Bismarckschule Hannover

Holm, Stephan

Martens, Torsten

Reckelkamm, Jens

Richter, Ralf‑Ricus

Schulz, Ulrike – Philosophielehrerin an der Bismarckschule Hannover

Sommerfeldt, Ulrike

Strzoda, Marion

Timm, Hilge Katrin

Voigt, Gerhard – Politik‑ und Erdkundelehrer an der Bismarckschule Hannover

Wichtendahl, Ralph

Wiederholt, Dirk

Fotobeilage

 

Fotos: Hilge‑Katrin Timm
(in mangelhafter Druckqualität / Originalphotos sind nicht mehr greifbar)

 

1 Blick in die Kuppel der Süleymaniye Moschee in Istanbul

2 Hof der Karawanserei Sultanhani bei Aksaray

 

3 Im gedeckten Basar in Istanbul

 

4 Tuffkegel in Göreme/Kappadokien

 

5 Theater in Hierapolis oberhalb von Pamukkale

6 Portal zum Wintersaal von Sultanhani, Aksaray

 

Inhalt

Türkei ’85 – Eine Studienfahrt mit Schülern der Bismarckschule Hannover

Vorwort

Zur Konzeption der Türkeifahrt

Vorbereitungen

Die gewählte Organisationsform der Reise war schließlich folgende:

Ergebnisse der Reise

Tagebuchblatt: Freitag, 25.10.85

Tagebuchblatt: Samstag, 26.10.85

Tagebuchblatt: Sonntag, 27.10.85

Tagebuchblatt: Montag, 28.10.85

Ein Artikel aus einer Hannoverschen Tageszeitung:

Partnerschaft mit türkischem Gymnasium geplant

Schüler im „Istanbul Lisesi“: Kritik ist hier nicht erwünscht

14 Mädchen und Jungen der Bismarckschule lernten die Türkei kennen

Eine technische Elite für Europa?

Türkische Schulpolitik und soziale Krise

Tagebuchblatt: Dienstag, 29.10.85 „Tag der Republik“

Impressionen von und Reflexionen bei einem Folklore – Konzert

von Hans Gütte

Tagebuchblätter: Dienstag, 29.10., bis Mittwoch, 30.10.

Krise des Kemalismus

Vom Modernisierungskonzept zur Staatsideologie. Militärs in der Defensive

„Tag der Republik“

Gymnasiale Feierstunde

Historischer Fortschritt und Personenkult

Das Mausoleum des Staatsgründers

Smog über Ankara!

Die Agonie des Landes

Politische Konzepte

Perspektiven für Morgen

Tagebuchblatt: Donnerstag, 31.10.815

Tagebuchblatt: Freitag, 1.11.85

Konya

Die Begegnung mit Bedii

Sitten und Gebräuche im Badehaus

Im Zentrum der Türkei: Kappadokien

Die Arabeske

Verwendete Literatur:

Hoffnung auf den Glauben?

Über das Wiedererstarken des Islam in der Türkei: Enttäuschung über den Westen

Gespräche mit einem Schüler

Die Lehren des Mêvlâna

Die Geschichte der Rohrflöte

Die UNESCO rettet eine Moschee

Moscheeneubauten

Tagebuchblatt: Dienstag, 5.11.85

Tagebuchblatt: Mittwoch, 6.11.85

Tagebuchblatt: Donnerstag, 7.11.85

Tagebuchblatt: vom letzten Programmtag, Freitag, 8.11.85

Tagebuchblätter: Samstag, 9.11., bis Sonntag, 10.11.85 - Rückflug

Begegnungen mit der Antike

Über das Handeln und Verhandeln

Abends bei Raki und Wein

„Ist denn Alles so ganz anders als wir dachten?“

Inhalt

Fotobeilage

Teilnehmerverzeichnis

Zum weiteren Programm

Impressum

 

Impressum der Printausgabe 1985

Bismarckschule Hannover

An der Bismarckschule 5

3000 Hannover 1 (aktuell: D 30173 Hannover)

Bundesrepublik Deutschland

Der Reisebericht wird als Manuskript veröffentlicht und

zum Selbstkostenpreis abgegeben. Alle Rechte bei den Autoren. Nachdruck nur mit

ausdrücklicher Genehmigung.

Erstauflage: 120 Exemplare Hannover, im Dezember 1985

Redaktion: Gerhard Voigt,

Pettenkoferstr. 13, 3014 Laatzen 1 (aktuell: D 30880 Laatzen)

 

>Weiter im Reisebericht...

 

 

 

   
   

Verantwortlich für diese Seite

Gerhard Voigt, OStR i.R. - Kontakt vgl. Impressum

bismarckschule.voigt@gmx.de

Bearbeitungsstand: 25.12.2008

Letzte Bearbeitung: 06.12.2009

   
   

 

     
   

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Web-Fassung: 31.01.2006 / rev. 13.05.2012- Verantwortlich: Gerhard Voigt <bismarckschule.voigt@gmx.de>
Texte aus der der Verbandszeitschrift »politik unterricht aktuell« unter www.pu-aktuell.de
Info über die Verbandstätigkeit unter: http://www.politiklehrerverband.org