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Wer ist der UNESCO-Club für
die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover?
Eine Vorstellung
Manuskriptfassung
Der UNESCO-Club
für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V.,
wurde vor bald drei Jahrzehnten von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen
und Schülern und Vertretern der Elternschaft gegründet um die Arbeit der
Bismarckschule
Hannover als
UNESCO-Projekt-Schule zu unterstützen und ihr breitere
Öffentlichkeitswirksamkeit zu verschaffen.
Damals bezeichneten sich die Schulen, die seit
der frühen Nachkriegszeit erste Chancen internationaler Kontakte erproben
wollten und sich an den interkulturellen Zielen der UNESCO orientierten,
als UNESCO-Modellschulen. Die Bismarckschule Hannover gehörte zu den
ersten Schulen in Deutschland, die sich in den fünfziger Jahren diesem
internationalen Verbund anschlossen.
Wir sehen darin eine frühe Form der
Profilbildung und der Entwicklung eines Schulprogramms, wie es heute als
Forderung an die Schulen gestellt und als aktuelles schulpolitisches
Konzept vertreten wird.
Der Modellcharakter dieser Schulen war
erfolgreich. Viele Schulen sind in der Zwischenzeit internationale
Schulpartnerschaften eingegangen, konzentrieren sich auf Patenschaften mit
Schulen und Projekten in der »Dritten Welt« und pflegen regelmäßigen
Schüleraustausch.
Die UNESCO-Projekt-Schulen konzentrieren sich
seither wieder auf besondere Projekte, die über den Schulalltag
hinausgehen: Projekttage zur Friedenserziehung, Internationale Ökologische
Verantwortung, Internationale Projekte zu Lage der Kinder und
Jugendlichen... Darüber wird an andere Stelle dieser Publikation von der
UNESCO-AG der Bismarckschule Hannover ausführlicher berichtet.
Wiederum sollen diese Projekte in der
Öffentlichkeit Wirkung zeigen und das Bewusstsein für die Probleme einer
interkulturellen Gesellschaft und die politischen und sozioökonomischen
Veränderungen durch die Globalisierung und Universalisierung fördern
helfen.
Der UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am
Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V., schafft eine Basis dafür,
>
um unabhängig vom
laufenden Schulalltag Öffentlichkeitsarbeit für die interkulturelle
Bildung und für die Schulpartnerschaften der Bismarckschule Hannover zu
leisten,
>
um Vorträge und andere
Veranstaltungen in der Schule und an außerschulischen Lernorten
organisieren zu können,
>
um durch Tagungen und
Fortbildungsveranstaltungen die Konzepte des interkulturellen Lernens
weiter zu entwickeln,
>
um für
»Dritte-Welt-Partnerschaften« auch die Möglichkeit einer rechtlich
einwandfreien finanziellen Abwicklung von Fördermaßnahmen zu sichern,
>
um ehemalige
Angehörige der Schule und Freunde und Förderer der internationalen Arbeit
der Bismarckschule Hannover in die UNESCO-Projekt-Schul-Arbeit mit
einzubeziehen und
>
um Kontakte zu anderen
UNESCO-Clubs und anderen Institutionen der interkulturellen Bildung zu
pflegen.
Seit einigen Jahren wird die »Schriftenreihe
des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule
Hannover, e.V.« herausgegeben, deren Hefte im Buchhandel zu beziehen
sind. Im Mittelpunkt stehen Berichte aus der Arbeit der Bismarckschule
Hannover als UNESCO-Projekt-Schule z.B. über Studienfahrten oder
Austauschfahrten. Aber auch allgemeine Publikationen über Interkulturelle
Bildung als Ergebnis von Tagungen finden sich im
Veröffentlichungsprogramm. Gerade ist eine Kooperationsvereinbarung mit
der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hannover e.V. getroffen worden, nach
der Buchpublikationen über das Deutsch-Polnische Verhältnis als
Sonderhefte in die Schriftenreihe des UNESCO-Clubs aufgenommen werden. Mit
der Deutsch-Polnischen Gesellschaft verbindet die Bismarckschule Hannover
eine jahrzehntelange gemeinsame Arbeit und Kooperation, die über die
lange existierende Schulpartnerschaft der Bismarckschule Hannover mit
einer Oberschule in Poznan/Posen weit hinausgeht.
Ebenfalls wird eine Kooperation mit der
Deutsch-Türkischen Vereinigung zum sozial- und geisteswissenschaftlichen
Austausch (DTA), Hannover, die von Angehörigen des Soziologischen
Instituts der Universität Hannover ausgeht, entwickelt, die die
Schulpartnerschaft der Bismarckschule Hannover mit der Istanbul Lisesi
(Deutsche Abteilung, Türkische Web-Site) inhaltlich einbindet und
organisatorisch unterstützt (Türkei-Studienfahrt in den Osterferien 2005).
Der Vertrieb der Publikationen des
UNESCO-Clubs hat von Anfang an der Verband der Politiklehrer e.V.,
Hannover, übernommen, der sich den interkulturellen Zielen des
UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover,
e.V., verbunden sieht und durch den gemeinsamen Vertrieb Synergieeffekte
realisieren kann.
Mitglieder des UNESCO-Club für die
UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V., sind:
> Schülerinnen und Schüler der
Bismarckschule Hannover
> ehemalige Schülerinnen und Schüler der
Bismarckschule Hannover
> Lehrerinnen und Lehrer der
Bismarckschule Hannover
> Mitglieder aus der Elternschaft der
Bismarckschule Hannover
> Freunde und Förderer der
UNESCO-Projekt-Schul-Arbeit der Bismarckschule Hannover.
Die Berichte aus der Arbeit des UNESCO-Club
für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V., werden
ebenso im Rahmen dieser Internet-Seite veröffentlicht wie der
Rechenschaftsbericht des Vorstandes und eine Auswahl der Publikationen
aus der Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee,
Bismarckschule Hannover, e.V.
Im Schuljahr 2001/2002 konnte der UNESCO-Club
für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V., seine
Arbeit auf eine breitere Basis stellen, da die Bismarckschule Hannover im
InfoSCHUL-Projekt
des
BMfB+F
im
Schulverbund
Hannover mitarbeitet und hier die Arbeitsergebnisse zum
gewählten Projektthema
»Länderübergreifende elektronische
Partnerschaften«
auf der Web-Site des UNESCO-Clubs (http://www.UNESCO-Club-Hannover.de)
vorgestellt und dokumentiert hat. Diese Berichte sind von den beteiligten
Schülerinnen und Schüler erstellt. Sie werden durch Bilder und Graphiken
aus dem Arbeitszusammenhang des InfoSCHUL-Projektes unterstützt.
Folgende Projekte sind im Rahmen der
InfoSCHUL II-2
– Arbeit durchgeführt worden:
»Begegnung
mit Polen«.
Der Erdkunde-Leistungskurs der Klassenstufe 13
beschäftigt sich mit den Transformations-Prozessen in Polen und
Osteuropa, mit der Geschichte und Geographie dieses Raumes und
insbesondere mit der Kulturregion Galizien im grenzübergreifenden Kontext
von Polen und der Ukraine. Vertieft wird diese Arbeit durch eine
Studienfahrt nach Kraków im Herbst 2001, die nachfolgend dokumentiert
wird.
»Der
Ostseeraum«.
Der Erdkunde-Grundkurs der Klassenstufe 12 mit
dem Thema Stadtgeographie veranstaltet einen »Workshop« in Lübeck, bei dem
im Anschluss an das »Baltic
Sea Project« der UNESCO-Projekt-Schulen über die Möglichkeiten
der geographischen Erfassung der Ostseeverbindungen in Geschichte und
Gegenwart und ihre Umsetzung in heutige Kommunikationsformen im Rahmen des
InfoSCHUL-Konzeptes gearbeitet wird.
»Türkei
als Partner Europas«.
Eine Schülergruppe der
Türkei-Arbeitsgemeinschaft der Bismarckschule Hannover wollte in den
Osterferien 2002 eine Studienfahrt in die Türkei unternehmen, die leider
aus Kostengründen storniert werden musste. Erst nach Ablauf des
Info-SCHUL-Projektes 2002 konnte 2005 mit Kontakten und einer
erfolgreichen Türkei-Reise wieder an dieses Projekt angeknüpft werden.
Die Anregung zur Gründung von UNESCO-Clubs kam
von der UNESCO in Paris selbst und wurde von der Deutschen
UNESCO-Kommission (DUC) propagiert. Sehr früh fühlte sich die
Bismarckschule Hannover als UNESCO-Modell-Schule von dieser Initiative
angesprochen und gründete unter tatkräftiger Initiative des damaligen
UNESCO-Betreuers Herrn Dr. Kalthoff den UNESCO-Club für die UNESCO-Schule
am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. als rechtsfähigen
eingetragenen Verein mit gemeinnützigem Status.
Erst im Laufe der Zeit wurde uns unsere
Sonderstellung bewusst, dass wir der einzige UNESCO-Club in Deutschland
waren, der personell und institutionell mit einer Schule verknüpft war.
Das hatte Vor- wie Nachteile. Auf der einen Seite ist das Reservoir der
inhaltlichen Aktivitäten an einer UNESCO-Projekt-Schule erheblich größer
und teilweise auch öffentlichkeitswirksamer als in einem „frei
schwebenden“ ideellen Verein. Unsere Bilanz der Aktivitäten ist daher
zeitweise auch beeindruckend gewesen (könnte aber aktuell wieder
erheblich verstärkt werden). Auf der anderen Seite musste die Satzung des
Vereins die beratende Vorstandsmitgliedschaft der Schulorgane der
Schulleitung, Eltern- und Schülerschaft hinnehmen, um in der Schule
selbst als schulische Organisation wirken zu können und die Ressourcen der
Schule in Anspruch zu nehmen. Es kam und kommt jetzt darauf an, in welchem
Maße die Schulorgane sich mit den Zielen und Möglichkeiten der
UNESCO-Arbeit identifizieren, ob diese enge Verzahnung als
Transmissionsriemen zwischen Schule und Öffentlichkeit wirkt oder eher
als Hemmnis und retardierende Aktivitätsbremse. Dafür ist immer wieder
aufs Neue Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten.
Positiv in diesem Sinne war es, dass vor
wenigen Jahren die „Deutsche UNESCO-Kommission“ auch die UNESCO-Clubs neue
aufgestellt hat und in verstärkte gegenseitige Aufmerksamkeit durch
Erfahrungsaustausch, Kommunikation und ein offizielleres Erscheinungsbild
bringt.
Seither firmiert der UNESCO-Club für die
UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. parallel auch
als „UNESCO-Club Hannover“ und kann als solcher auch auf seiner Web-Site
erreicht werden (http://www.unesco-club-hannover.de),
wobei der Aufruf
http://www.unesco-club-bismarckschule.de ebenso weiterhin zum
Internetauftritt des Clubs führt. Inhaltlich bedeutet das aber, dass unser
UNESCO-Club nach Prüfung von Satzung, Programm und Aktivitäten als
geeignet erscheint, als UNESCO-Club auch die Region zu vertreten, was
aber auch bedeutet, dass Mitglieder aufgenommen werden können, die nicht
in unmittelbarer Beziehung zur Bismarckschule Hannover stehen. Damit ist
verbunden die offizielle Genehmigung, die UNESCO-Signets in den eigenen
Schriften und Internet-Auftritten zu verwenden.
Bis hierhin war es ein langer Weg, an dem sich
eine Vielzahl von Personen aktiv und bemüht beteiligt haben. Die
besondere Bedeutung von Dr. Kalthoff, Englisch- und Geschichtslehrer der
Bismarckschule Hannover, bei der Gründung des UNESCO-Clubs wurde schon
hervorgehoben. Später wurden auch Schülerinnen und Schüler in der
Vorstandsarbeit tätig. So bemühte sich einige Jahre die Schülerin – später
ehemalige Schülerin – Şehnaz Çelik als Vorsitzende besonders um den
Arbeitsschwerpunkt Türkei und begleitete eine Reisegruppe auch auf einer
Austausch- und Studienfahrt in die Türkei.
Im Laufe der Zeit ergaben sich dann wechselnde
Arbeitsvorhaben und Schwerpunkte, die meist aus der Schule heraus
initiiert worden sind. So konnte die ehemalige Kollegin Bärbel Tasch für
einige Zeit ein vom UNESCO-Club mit betreutes Kontaktprogramm zu einer
Schule in Oulu/Finnland aufbauen, worüber der UNESCO-Club ein Berichtsheft
vorgelegt hat.
Bis heute hat eine Patenschaft mit dem
Hospital San Gabriel in La Paz / Bolivia Bestand und fruchtbare helfende
Erfolge, über die in regelmäßigen Abständen ausführlich berichtet wird.
Diese Berichte werden auch auf unserer Internet-Seite publiziert.
Nur am Rande beteiligt war der UNESCO-Club bei
einigen größeren privat organisierten Ferienreisen mit Schülerinnen und
Schülern der Bismarckschule Hannover nach Skandinavien, Nordafrika, in den
Iran und in den Nahen Osten, über die Berichte in der Schriftenreihe des
UNESCO-Clubs für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover,
e.V., erschienen sind, die neuerdings wieder auf unseren Internet-Seiten
nachzulesen sind.
Die gesamte Arbeit ist jedoch geprägt von dem
Nebeneinander von schulinterner UNESCO-AG, um die sich vor allem bis
heute die Kolleginnen Dörte Kolbe und Jutta Halstenberg kümmern, mit der
eigentlichen Club-Arbeit, in der sich dann auch vor allem die Kollegen
Ulrich Wehking mit der Betonung des Schwerpunktprogramms der
Polen-Kontakte und daneben der Dritte-Welt-Arbeit – parallel zum leider
nicht mehr fortgeführten „Dritte-Welt-Laden“, der seinen offiziellen
Status auch über den UNESCO-Club erhalten hatte – und Günter Fuchs, der
bis heute die finanzielle Geschäftsführung inne hat. Augenblicklich ist
der Verfasser dieser Zeilen Vorsitzender des UNESCO-Clubs, wünscht sich
aber aus Altersgründen einen baldigen Nachfolger, um sich für die nächsten
Jahre auf einige inhaltliche Arbeitsschwerpunkte auch nach seiner
Pensionierung konzentrieren zu können, so an die Verstärkung der
Internet-Präsenz und vor allem die Fortführung der Türkei- und
Orientkontakte.
Hannover, im März 2006
Gerhard Voigt OStR i.R. (seit 2009),
Vorsitzender
des UNESCO-Clubs (bis 2009)
Inhalt und Verweise
Der UNESCO-Club der
Bismarckschule Hannover. Index
InfoSCHUL-Projekte der
Bismarckschule
»Länderübergreifende elektronische
Partnerschaften«
»Begegnung
mit Polen«.
»Der
Ostseeraum«.
»Türkei
als Partner Europas«.
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