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Begrüßung
Ich begrüße Sie ganz
herzlich auf meiner Homepage. Es ist heute üblich, sich auch in der
Allgemeinheit ausführlicher vorzustellen, seine Arbeitsschwerpunkte zu
vertreten und Kontakte zu initiieren.
Das gilt vor allem, wenn das eigene Leben weitgehend in der Öffentlichkeit
stattfindet, wenn man sich selbst als "homo politicus", also als
"politischer Mensch" versteht und als solcher für Veränderungen in der
Gesellschaft, in der man lebt, wirken will.
Als Politiklehrer ist das sicher auch ein erstes Motiv für die Berufswahl
gewesen und Leitlinie des beruflichen Wirkens. |
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Bitte lesen Sie die Informationsangebote dieser Homepage mit Interesse und
nehmen Sie mit mir
Kontakt
auf. Einige Texte aus meiner Arbeit könnten Sie interessieren, amüsieren
oder anregen, mit mir gemeinsam für bessere Zustände in unserer Gegenwart
zu kämpfen.
Vielleicht sollte ich schon hier erwähnen, dass ich vor einigen Jahren
nach dreißig jähriger sehr aktiver Mitgliedschaft in der SPD aus dieser
Partei ausgetreten bin, vor allem weil ich die damalige Bildungspolitik
(in Niedersachsen) für restaurativ und wenig reformorientiert ablehnen
musste, obwohl ich jahrelang in Kommissionen des Kultusministeriums
mitgearbeitet hatte, und weil mir auf Bundesebene die Ausländerpolitik von
Innenminister Schily gegen jede eigene Überzeugung von Liberalität,
Menschenrechtsorientierung und interkulturellen Offenheit gerichtet
erschien und noch immer erscheint. Ich kann die dauernde Kriminalisierung
von Flüchtlingen und die gegen die Genfer Konvention verstoßende
Abschiebungspraxis der Bundesregierung nicht dulden und akzeptieren.
Dass es heute 2008/09
beinahe wie ein nostalgischer Blick in eine bessere Vergangenheit
erscheint und dass Restauration, Illiberalität und Abkehr von umfassenden,
emanzipativen und integrativen Bildungszielen sowohl in der Schule als
auch in allen anderen Ebenen der Bildung den Ton angeben und dass die
Gesellschaft in ihrer konservativ orientierten Mehrheit dies für
selbstverständlich, richtig und vielleicht auch erstrebenswert hält, führt
zu der grundsätzlichen Frage, ob ein Festhalten an einem "Prinzip
Hoffnung" noch sinnvoll und zielführend ist, oder ob das wissenschaftliche
und pädagogische Lebenswerk letztlich umsonst war. Was bleibt? Mehrere
Generationen von Schülerinnen und Schülern, für die zu kämpfen es gelohnt
hat und die vielleicht doch etwas mehr als die Borniertheit des
mainstream mitgenommen haben...
Aber die veränderten politischen
Rahmenbedingungen machen auch eine Überprüfung eigener politischer
Entscheidungen notwendig. Die ständig fortschreitende Restauration der
Schulpolitik hin zu rein verordneter und diskursive Elemente
ausschaltender Curriculum-Vorschriften kann mich auch als jetzt im
Ruhestand befindlichem Lehrer nicht unberührt lassen. So wende ich mich
seit 2009 wieder der aktiven Politik zu, indem ich in Ronnenberg - meinem
neuen Wohnort - wieder in die SPD eingetreten bin, und indem ich verstärkt
publizistisch - wenn auch vorwiegend in meinen Internet-Präsenzen -
hervortreten will. Dabei stehe ich zu einer Analyse der aktuellen
Situation, die sich an gewünschten Veränderungen der Bildungspolitik
orientiert: |
Entfernungen vom Erinnern
Eine Kindheit in der
Nachkriegszeit
Notizen und Skizzen zu einer Autobiographie
Reflexionen über das
Entstehen und Bewahren von Kindheitserinnerungen und ihre Bedeutung für
die Gegenwart
Notizen und Skizzen zu einer Autobiographie: Die
Algerienreise 1967
Teilnahme an einer Forschungsreise nach Algerien mit dem Dozenten Dr.
Achenbach im Auftrag des Geographischen Instituts der Technischen
Universität Hannover.
1970
Studienfahrt mit Wilfried Eilers nach Iran zur Anfertigung unserer
Staatsexamensarbeiten im Fach Geographie.
1974
Fahrt mit Schülern in den Iran mit zwei VW-Bussen in den Sommerferien.
UNESCO-Club
Reformphase
und Kommissionsarbeit
Emder Arbeitskreis
und Schulreform
Restauration in der
Schule
"Der neue Unterricht 2003"
Zu
Silvester 2009:
Kritische Gedanken zu dem was wir Feiern -
Silvester, Drei heilige Könige... |
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Sollte ein Beitrag zu einer
diskursiven Öffnung der didaktischen Arbeit geleistet werden – wird
nun in der Bildungspolitik und in der Schulwirklichkeit Didaktik als
solche marginalisiert; die Didaktik insgesamt hat um ihre
Existenzberechtigung zu kämpfen, wenn verordnete kognitive Lernkataloge
– d.h. die Unterordnung unter einen nicht hergeleiteten und nicht auf
die Schulwirklichkeit bezogenen Stoffkanon – wieder die Schule und die
Politische Bildung zu dominieren drohen.
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Sollte ein Beitrag zu einer
diskursiven Einbeziehung auch curricularer Entscheidungen in die
pädagogische Praxis geleistet werden, um Curricula aus der didaktischen
Arbeit heraus zu entwickeln und zu rechtfertigen auch im Sinne einer
permanenten Curriculum-Revision – werden zunehmend offen
strukturierte Rahmenrichtlinien wieder zur Lehr- und Stoffplänen,
die schlicht verordnet werden; diskursive Elemente wie der Bezug auf
„Schlüsselprobleme“ verschwinden wieder; Schulleitungen ziehen aus
dieser Situation Statuskompetenz und beamtenrechtliche Weisungskompetenz
ohne pädagogische Legitimierungsnotwendigkeit.
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Sollte ein Beitrag zur
diskursiven Verknüpfung fachlicher und fachdidaktischer Arbeit geleistet
werden, unter der Auffassung, dass diskursiv-kritisch arbeitende
Wissenschaft immer auch didaktisch konzipiert ist, dass also Didaktik
keineswegs nur als „Anwendungs- und Umsetzungshandwerk“ verstanden
werden darf – wird eine fachwissenschaftliche Reduktion auf
Bereitstellung von Wissensinhalten betrieben, die nicht mehr
didaktisch zu entwickeln, sondern nur noch methodisch umzusetzen sind.
Zumeist bedeutet dies zugleich eine thematische Verengung!
-
Unterricht wird zunehmend als
technizistische Methode der Inhaltsvermittlung und – als Rest der
früheren zentralen und umfassenden Aufgabe der Politischen Bildung: der
Entwicklung von Sozialkompetenz – der Disziplinierung der
Schülergeneration im Stile des 19. Jahrhunderts verstanden. Schulpolitik
und Schulleitungen wollen eine affirmative „Anpassungspädagogik“, in der
abzähl- und abfragbare Kenntniskataloge das Maß des schulischen Erfolgs
ausmachen /thematisieren.
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Infolgedessen gehen wir in unserer Internet-Arbeit davon aus, dass das „Unzeitgemäße“, den aktuellen
Aufgeregtheiten der Schulpolitik nicht Folgende, auch das sich nicht an
der PISA-Studie messen zu lassende, immer und verstärkt das Notwendige
und damit das eigentlich Aktuelle ist. Wie unangemessen eine Schul- und
Bildungspolitik wie die derzeit betriebene ist, zeigt sich u.a. daran,
dass damit die aktuelle gesellschaftliche Grundforderung auf komplexes
Lesevermögen (PISA, Kompetenzstufe V[1])
als auch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen[2]
wie Kritikfähigkeit und Vernetztes Denken missachtet wird. Von daher
gibt es eigentlich keine Gründe, am Konzept einer Diskursdidaktik
ungeachtet aller derzeitigen bildungspolitischen Fehlsteuerungen nicht
festzuhalten.
Meine
Begrüßung an die Leser und Nutzer dieser Inrernet-Seiten, die zunächst
einmal eine persönliche Rechenschaft beinhalten, endet daher mit der Bitte
und Aufforderung, selbst aktiv zu werden und zum Engagement im
gesellschaftlichen, politischen und schulischen Bereich bereit zu sein.
Ronnenberg, 11.09.2011
Gerhard Voigt, OStR i.R. (seit 2009)
[1]
siehe PISA 2000 – Zusammenfassung zentraler Befunde,
Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin 2001, S. 7
[2]
vgl. Schmidt-Wulffen, W.: Schlüsselqualifikationen. Bildung für das
Leben oder im Dienste der Wirtschaft? Interviews mit Experten für
Arbeitsmarkt- und Personalentwicklung. In: Praxis Geographie, 4/1998,
S. 14-19
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Verantwortlich für
diese Seite
Gerhard Voigt, OStR i.R. -
Kontakt vgl.
Impressum
bismarckschule.voigt@gmx.de
Bearbeitungsstand: 25.12.2008
Letzte Bearbeitung:
06.12.2009 / 11.09.2011 |
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