Persönliche Homepage von Gerhard Voigt

Home Was gibt's Neues? Inhalt Begrüßung Biographie UNESCO-Club Reisen Türkei Skandinavien Osteuropa Ungarn Naher Osten Iran In memoriam Schule und Politik Publikationen Soziologie Deutschland Staatsgesellschaft Globalisierung Artist's page Ronnenberg Weblinks Impressum

http://www.voigt-bismarckschule.de

 

Zur Seitennavigation

   
   

 

     
   

Begrüßung

Vorwort zur persönlichen Homepage

Kontakte

Vortragsangebote im Rahmen des Verbandes der Politiklehrer

Ich begrüße Sie ganz herzlich auf meiner Homepage. Es ist heute üblich, sich auch in der Allgemeinheit ausführlicher vorzustellen, seine Arbeitsschwerpunkte zu vertreten und Kontakte zu initiieren.

Das gilt vor allem, wenn das eigene Leben weitgehend in der Öffentlichkeit stattfindet, wenn man sich selbst als "homo politicus", also als "politischer Mensch" versteht und als solcher für Veränderungen in der Gesellschaft, in der man lebt, wirken will.

Als Politiklehrer ist das sicher auch ein erstes Motiv für die Berufswahl gewesen und Leitlinie des beruflichen Wirkens.

   
   

Bitte lesen Sie die Informationsangebote dieser Homepage mit Interesse und nehmen Sie mit mir Kontakt auf. Einige Texte aus meiner Arbeit könnten Sie interessieren, amüsieren oder anregen, mit mir gemeinsam für bessere Zustände in unserer Gegenwart zu kämpfen.

Vielleicht sollte ich schon hier erwähnen, dass ich vor einigen Jahren nach dreißig jähriger sehr aktiver Mitgliedschaft in der SPD aus dieser Partei ausgetreten bin, vor allem weil ich die damalige Bildungspolitik (in Niedersachsen) für restaurativ und wenig reformorientiert ablehnen musste, obwohl ich jahrelang in Kommissionen des Kultusministeriums mitgearbeitet hatte, und weil mir auf Bundesebene die Ausländerpolitik von Innenminister Schily gegen jede eigene Überzeugung von Liberalität, Menschenrechtsorientierung und interkulturellen Offenheit gerichtet erschien und noch immer erscheint. Ich kann die dauernde Kriminalisierung von Flüchtlingen und die gegen die Genfer Konvention verstoßende Abschiebungspraxis der Bundesregierung nicht dulden und akzeptieren.

Dass es heute 2008/09 beinahe wie ein nostalgischer Blick in eine bessere Vergangenheit erscheint und dass Restauration, Illiberalität und Abkehr von umfassenden, emanzipativen und integrativen Bildungszielen sowohl in der Schule als auch in allen anderen Ebenen der Bildung den Ton angeben und dass die Gesellschaft in ihrer konservativ orientierten Mehrheit dies für selbstverständlich, richtig und vielleicht auch erstrebenswert hält, führt zu der grundsätzlichen Frage, ob ein Festhalten an einem "Prinzip Hoffnung" noch sinnvoll und zielführend ist, oder ob das wissenschaftliche und pädagogische Lebenswerk letztlich umsonst war. Was bleibt? Mehrere Generationen von Schülerinnen und Schülern, für die zu kämpfen es gelohnt hat und die vielleicht doch etwas mehr als die Borniertheit des mainstream mitgenommen haben...

Aber die veränderten politischen Rahmenbedingungen machen auch eine Überprüfung eigener politischer Entscheidungen notwendig. Die ständig fortschreitende Restauration der Schulpolitik hin zu rein verordneter und diskursive Elemente ausschaltender Curriculum-Vorschriften kann mich auch als jetzt im Ruhestand befindlichem Lehrer nicht unberührt lassen. So wende ich mich seit 2009 wieder der aktiven Politik zu, indem ich in Ronnenberg - meinem neuen Wohnort - wieder in die SPD eingetreten bin, und indem ich verstärkt publizistisch - wenn auch vorwiegend in meinen Internet-Präsenzen - hervortreten will. Dabei stehe ich zu einer Analyse der aktuellen Situation, die sich an gewünschten Veränderungen der Bildungspolitik orientiert:

Entfernungen vom Erinnern
Eine Kindheit in der Nachkriegszeit
Notizen und Skizzen zu einer Autobiographie
Reflexionen über das Entstehen und Bewahren von Kindheitserinnerungen und ihre Bedeutung für die Gegenwart

Notizen und Skizzen zu einer Autobiographie: Die Algerienreise 1967
Teilnahme an einer Forschungsreise nach Algerien mit dem Dozenten Dr. Achenbach im Auftrag des Geographischen Instituts der Technischen Universität Hannover.

1970 Studienfahrt mit Wilfried Eilers nach Iran zur Anfertigung unserer Staatsexamensarbeiten im Fach Geographie.

1974 Fahrt mit Schülern in den Iran mit zwei VW-Bussen in den Sommerferien.

UNESCO-Club

Reformphase
und Kommissionsarbeit

Emder Arbeitskreis
und Schulreform

Restauration in der Schule
"Der neue Unterricht 2003"

Zu Silvester 2009:
Kritische Gedanken zu dem was wir Feiern - Silvester, Drei heilige Könige...

   
   
  • Sollte ein Beitrag zu einer diskursiven Öffnung der didaktischen Arbeit geleistet werden – wird nun in der Bildungspolitik und in der Schulwirklichkeit Didaktik als solche marginalisiert; die Didaktik ins­ge­samt hat um ihre Existenzberechtigung zu kämpfen, wenn verordnete kognitive Lernkataloge – d.h. die Un­terordnung unter einen nicht hergeleiteten und nicht auf die Schulwirklichkeit bezogenen Stoffkanon – wieder die Schule und die Politische Bildung zu dominie­ren drohen.

  • Sollte ein Beitrag zu einer diskursiven Einbeziehung auch curricularer Entscheidungen in die pädagogische Praxis geleistet werden, um Curricula aus der didaktischen Arbeit heraus zu entwickeln und zu rechtfertigen auch im Sinne einer permanenten Curriculum-Revision – werden zu­nehmend offen strukturierte Rahmenrichtlinien wieder zur Lehr- und Stoffplänen, die schlicht verordnet werden; diskursive Elemente wie der Bezug auf „Schlüsselprobleme“ verschwinden wieder; Schulleitungen ziehen aus dieser Situation Statuskompetenz und beamtenrechtliche Weisungskompetenz ohne pädagogische Legitimierungsnotwendigkeit.

  • Sollte ein Beitrag zur diskursiven Verknüpfung fachlicher und fachdidaktischer Arbeit geleistet werden, unter der Auffassung, dass diskursiv-kritisch arbeitende Wissenschaft immer auch didaktisch konzipiert ist, dass also Didaktik keineswegs nur als „Anwendungs- und Umsetzungshandwerk“ verstanden werden darf – wird eine fachwissenschaftliche Reduktion auf Bereit­stellung von Wissensinhalten betrieben, die nicht mehr didaktisch zu entwickeln, son­dern nur noch methodisch umzusetzen sind. Zumeist bedeutet dies zugleich eine thematische Verengung!

  • Unterricht wird zunehmend als technizistische Methode der Inhaltsvermittlung und – als Rest der früheren zentralen und umfassenden Aufgabe der Politischen Bildung: der Entwicklung von Sozial­kompetenz – der Disziplinierung der Schülergeneration im Stile des 19. Jahrhunderts verstanden. Schulpolitik und Schulleitungen wollen eine affirmative „Anpassungspädagogik“, in der abzähl- und abfragbare Kenntniskataloge das Maß des schulischen Erfolgs ausmachen /thematisieren.

  • Infolgedessen  gehen wir in unserer Internet-Arbeit davon aus, dass das „Unzeitgemäße“, den aktuellen Aufgeregtheiten der Schulpolitik nicht Folgende, auch das sich nicht an der PISA-Studie messen zu lassende, immer und verstärkt das Notwendige und damit das eigentlich Aktuelle ist. Wie unangemessen eine Schul- und Bildungspolitik wie die derzeit betriebene ist, zeigt sich u.a. daran, dass damit die aktuelle gesellschaftliche Grundforderung auf komplexes Lesevermögen (PISA, Kompetenzstufe V[1]) als auch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen[2] wie Kritikfähigkeit und Vernetztes Denken missachtet wird. Von daher gibt es eigentlich keine Gründe, am Konzept einer Diskursdidaktik ungeachtet aller derzeitigen bildungspolitischen Fehlsteuerungen nicht festzuhalten.

Meine Begrüßung an die Leser und Nutzer dieser Inrernet-Seiten, die zunächst einmal eine persönliche Rechenschaft beinhalten, endet daher mit der Bitte und Aufforderung, selbst aktiv zu werden und zum Engagement im gesellschaftlichen, politischen und schulischen Bereich bereit zu sein.

Ronnenberg, 11.09.2011

Gerhard Voigt, OStR i.R. (seit 2009)

[1]         siehe PISA 2000 – Zusammenfassung zentraler Befunde, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin 2001, S. 7

[2]         vgl. Schmidt-Wulffen, W.: Schlüsselqualifikationen. Bildung für das Leben oder im Dienste der Wirtschaft? Interviews mit Experten für Arbeitsmarkt- und Personalentwicklung. In: Praxis Geographie, 4/1998, S. 14-19

 

   
   

Verantwortlich für diese Seite

Gerhard Voigt, OStR i.R. - Kontakt vgl. Impressum

bismarckschule.voigt@gmx.de

Bearbeitungsstand: 25.12.2008

Letzte Bearbeitung: 06.12.2009 / 11.09.2011

   
   

 

     
   

top

     

Navigation:

Übergeordnete Ebene: Home ]

Übergeordnete Seite: Zurück ] Nach oben ] Weiter ]

Gleiche Ebene und Homepage: Home ] Was gibt's Neues? ] Inhalt ] [ Begrüßung ] Biographie ] UNESCO-Club ] Reisen ] Türkei ] Skandinavien ] Osteuropa ] Ungarn ] Naher Osten ] Iran ] In memoriam ] Schule und Politik ] Publikationen ] Soziologie ] Deutschland ] Staatsgesellschaft ] Globalisierung ] Artist's page ] Ronnenberg ] Weblinks ] Impressum ]

Untergeordnete Ebene: Vorwort ] Zu dem was wir Feiern ] Vortragsangebote ] Kontakte ]

Web-Fassung: 31.01.2006 / rev. 13.05.2012- Verantwortlich: Gerhard Voigt <bismarckschule.voigt@gmx.de>
Texte aus der der Verbandszeitschrift »politik unterricht aktuell« unter www.pu-aktuell.de
Info über die Verbandstätigkeit unter: http://www.politiklehrerverband.org